keinen bock auf sport motivation

Neujahrs­vorsatz Sport? Nein, danke!

Jedes Jahr das gleiche Leid. Das Jahr ist noch genauso jungfräulich wie unsere Vorsätze, schon passiert es: Sport? Nein, danke.

Was für ein schönes Gefühl. Man schaut in den Himmel, hört die Korken knallen und sieht wunderschöne, leuchtende Farben am Himmel. Eine Umarmung, ein Gruß und dann gehen wir in uns. Wie war das vergangene Jahr? Was hat uns glücklich gemacht, was traurig? Im Kopf schreiben wir eine Liste der Dinge, die wir uns für das neue Jahr vornehmen. Dinge, die wir im alten Jahr nicht geschafft haben, für die keine Zeit war, die wir uns jetzt aber unbedingt nehmen müssen.

Ganz klar, dass sich diese To-Do-Listen bei den meisten Menschen so wenig voneinander unterscheiden, wie die Failed-To-Do-Listen. Es ist also überhaupt nicht verwunderlich, dass fast jeder auf die Frage nach den Neujahrsvorsätzen entgegnet: „Mehr Sport machen.“ Aber das ist auch überhaupt nicht schlimm! Wir können ja gar nicht anders! Das Fernsehen trimmt uns förmlich dazu, dass es ja so einfach ist, einen stählernen Body wie Sarah Harrisonl oder Pamela Reif zu bekommen. Dazu braucht man nämlich nur eine Matte, eine Flasche Wasser und einen Fernseher. So viel Disziplin ist offensichtlich auch gar nicht nötig, denn die selbsternannten Fitness-Experten flimmern drei Mal die Woche für nur 20 Minuten über den Bildschirm. Und dann sieht man nach acht Wochen aus, als würde man den ganzen Tag nichts anderes tun, als sich „krass“ zu machen.

Aber nicht nur die Profis für zu Hause feiern in den ersten Wochen des Jahres Hochkonjunktur, auch die Fitness-Studios blicken auf zahlreiche Neuanmeldungen potenzieller Karteileichen. Die bringen Geld, nehmen aber kein Platz weg. Wie kann man also die Fitness-Freaks in spe in die Studios locken? Genau! Mit Schnäppchen. Denn nichts duftet für Menschen, in denen das Guter-Vorsatz-Hormon noch aktiv ist, besser als All-Inclusive-Angebote und das Sparen der Anmeldegebühr. Kein Wunder also, dass die Fitness-Studios momentan so voll sind wie das ganze Jahr nicht. Aber sind wir doch mal ehrlich, bei den meisten von uns halten die guten Vorsätze genauso lang wie Burger und Pommes auf dem Teller, wenn wir endlich wieder unseren Gelüsten frönen. Nix mit Sport, keine Zeit oder einfach nur kein Bock – der Körper ist in einer Sommerpause oder im Winterschlaf. Vielleicht schmeckt der Kaffee mit dem frischen Stück Kuchen auch einfach besser als Protein-Shakes und Co.

Was also tun, wenn man realisiert, dass man einfach keinen Bock auf Sport hat und das dieses ganze Fitness-Healthy-Living-Gedöns einfach nichts für einen ist? Richtig! Es so nehmen, wie es ist. Nicht jeder Mensch ist dazu geboren, jeden Tag zum Sport zu rennen, morgens einen grünen Smoothie zu „genießen“ und es hat auch einfach nicht jeder Spaß daran.

Plan B: Bestenfalls setzt man nicht alles auf das magische Datum zum Jahreswechsel. Es ist zwar ganz natürlich, dass wir Menschen uns langfristige Ziele setzen, immerhin beginnt ja auch ein neues und langes Jahr. Aber langfristige Ziele bedeuten langfristiges Durchhaltevermögen und -schlimmstenfalls- langfristiges Scheitern, bis man beim nächsten Jahreswechsel realisiert, wieder nichts geschafft zu haben. Wie deprimierend!

Setzt euch kleine Ziele, erst über eine Woche, dann über einen Monat. Meldet euch bei einem Yoga-Kurs an, der nur ein paar Wochen dauert und nicht gleich eine Jahres-Mitgliedschaft erfordert. Fahrt in den Winterurlaub, kauft euch eine 10er-Karte fürs Schwimmbad – egal. Unternehmt Dinge, die euch glücklich machen. Und zwar immer wieder. Wenn ihr euch viele kleine Ziele setzt, dann werdet ihr auch öfter belohnt. Klingt doch eigentlich ganz einfach, oder?

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Titelbild: ©iStock

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