Die Jecken sind los: Mit diesem Karneval-Knigge geht nichts schief

Was darf man und was nicht?

Es ist Karneval und die Jecken sind los! Vor allem in den Hochburgen rund um Köln und Düsseldorf wird mit der Weiberfastnacht die 5. Jahreszeit eingeläutet. Die ersten Festtagsumzüge werden erwartet, die ersten verrückten Verkleidungen konnte man schon sehen und auch die ersten Biere scheinen zu schmecken. Damit kann das feucht-fröhliche bunte Treiben beginnen! Aber ist an Karneval eigentlich alles erlaubt? Sicherlich – sagen die einen. Auf keinen Fall – sagen die anderen. Hier kommen die wichtigsten Dos & Don’ts, damit kein peinliches Malheur während des Karnevals passiert.

Die Dos

1. Eine Grundlage schaffen

Das sollte ganz oben auf der Liste stehen! Denn bei den Unmengen an Alkohol, die während des Karnevals verzehrt werden, ist es wichtig, dem Magen eine Grundlage zu geben. Kein Wunder, dass die Kölner schon morgens mit Halver Hahn und Mettbrötchen in den Tag starten. Die sauren Gurken nicht vergessen! Das schmeckt nicht nur super lecker, danach kann man auch getrost zum ersten Bierchen greifen.

2. Warm anziehen

Das Wetter ist den Karnevalisten in Köln wohlgesonnen. Die Sonne scheint, aber es ist sehr kalt. Wer kann, schunkelt sich jetzt schon warm und verbringt den Nachmittag in einer der zahlreichen Bars und Kneipen. Ansonsten heißt es: Warm anziehen. Noch ist Februar und es ist Winter! Dicke Jacken und Hosen unter dem Kostüm sind Pflicht, wenn man nicht mit einer fiesen Erkältung brach liegen möchte. Ansonsten kann man mit dem Zwiebellook nichts verkehrt machen.

3. In einer Location bleiben

Auch wenn man noch so gerne durch alle Bars und Kneipen ziehen möchte, ist es dennoch empfehlenswert, in einer davon den Abend zu verbringen. Möge die Musik einem nicht zusagen und die Gäste vielleicht auch nicht. Trotzdem, geht man auf die Straße und schaut sich die endlos langen Schlangen vor den Kneipen an, kann einem der Spaß gehörig vergehen. Deswegen: Hat man einmal einen Platz gefunden, gilt es den zu sichern und zu behalten.

4. Gute Laune haben

Man sollte sich niemals als Karnevalmuffel im Rheinland outen. Sätze wie: „Karneval ist was für Kinder“, oder „Ich mag einfach keinen Karneval“ gehören einfach nicht hierher. Während der 5. Jahreszeit gehört gute Laune zur Tagesordnung! Daher sollte man sich von dem Strom mitreißen lassen und die Tage genießen. Auch das ein oder andere Bier gehört einfach dazu. Mit einem „Ich kann auch ohne Alkohol Spaß haben“ sorgt man garantiert für großes Lachen.

5. Ein SOS-Täschchen packen

In den Karnevalsrucksack gehört definitiv Kleingeld für die Toilettenfrau, Geld für Getränke und Taxi, das alte Handy, das für den Tag wieder herausgekramt wurde, die Adresse vom Hotel und eine Mini-Ration an Essen und Trinken. Eine kleine Wasserflasche für Zwischendurch und ein paar Rauchwürste zum Knabbern sollten dabei helfen, den Tag, oder lange Wartezeiten zu überstehen.

Die Don’ts

1. Kein Kostüm/ ein 0815-Kostüm tragen

Es ist Karneval, da ist ein Kostüm Pflichtprogramm! Hier gilt das Motto: Je ausgefallener, desto besser. Waschechte Jecken verbringen ganze Monate damit, ihr Kostüm zu schneidern, zu basteln und es zu perfektionieren. Da ist es kein Wunder, dass man auf den Straßen Kölns oder Düsseldorfs schief angesehen wird, wenn man entweder gar keine Kostümierung trägt oder wie jeder Zweite als Kätzchen oder Äffchen herumläuft. Daher gilt für alle Karneval-Ersties: Mühe geben bei der Verkleidung! Die Jecken auf den Straßen werden es euch sonst sehr übel nehmen.

2. Bützje als dreiste Anmache ausnutzen

Wer in Köln Karneval feiert, muss damit rechnen, das ein oder andere Bützje zu bekommen. Ja die kleinen Küsschen können einige der Imis (so nennen die Kölner die Karnevalsgäste) ganz schön aus der Fassung bringen. Sollten sie aber nicht! Denn die Kölner sind sich einig: Bützje sind lediglich ein Ausdruck der Freude und der guten Laune. Keinesfalls sind die herzlichen Küsschen als sexuelle Anmache zu verstehen! Man feiert, man hat Spaß, man verteilt Bützje. Ganz einfach. Wer das nicht versteht, muss mit starkem Gegenwind rechnen.

3. Karneval am Arbeitsplatz feiern

Wer hat nicht schon immer davon geträumt, einmal im Prinzessin-Kleid oder im Superhelden-Anzug zu arbeiten. Vor allem, wenn man einen Beruf hat, der täglichen Kundenkontakt voraussetzt. Warum also nicht einmal als Batman hinter dem Bankschalter stehen? Nix da, in den meisten Berufen ist es selbst in Köln nicht gestattet, kostümiert am Arbeitsplatz zu erscheinen. Ebenso verhält es sich mit dem Alkohol. Wobei hier in erster Linie der Chef die Oberhand hat, wann und wie viel getrunken werden darf. Ihn sollte man auch vorher fragen, wenn man seine Krawatte abschneiden möchte, ansonsten muss man am nächsten Tag vielleicht nicht mehr zur Arbeit kommen…

4. „Alaaf“ und „Helau“ verwechseln

Einer der größten Fehler, die man sich leisten kann. „Alaaf“ sagt man in Köln und „Helau“ sagt man in Düsseldorf. So einfach ist das. Ebenso verhält es sich mit dem Bier. In Köln wird logischerweise Kölsch getrunken und in Düsseldorf dagegen Altbier. In Mainz spricht man übrigens nicht von Karneval wie in Düsseldorf und Köln, sondern von Fastnacht.

5. Wildpinkeln

Pfui! Das gehört sich einfach nicht! Das gilt für Männlein und Weiblein. Aber nicht nur die eingefleischten Karneval-Gänger werden es Wildpinklern mehr als übel nehmen, sollte man von der Polizei erwischt werden, kann es mitunter sehr teuer werden. Bis zu 5.000 Euro Strafe stehen auf Urinieren in der Öffentlichkeit. In der Regel sind es allerdings 35 Euro. In Köln kann man während des Karnevals allerdings mit einer Strafe von bis zu 200 Euro rechnen. Und das kann schon weh tun.

Noch mehr Tipps gefällig?

Der Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V. hat einen umfassenden Ratgeber zum Thema Karneval zusammengestellt. Dort findet man weitere spannende und hilfreiche Informationen über Verkleidungen am Steuer, Vermummungsverbote und das allseits beliebte Krawattenabschneiden. Einfach hier entlang! Und jetzt: Viel Spaß!

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Quelle: @janinauhse

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