Für sie gab es keinen Platz mehr: Tierpark lässt Löwenbabys töten

Ein schwedischer Zoo hat neun kleine Löwenbabys umgebracht - aus Platzmangel

Allein aus Platzmangel hat ein Zoo in Schweden in den letzten fünf Jahren neun gesunde Löwenkinder töten lassen. Die letzten beiden kamen gerade Anfang dieses Jahres um. Der einzig und alleinige Grund dafür soll Platzmangel gewesen sein. Nicht nur Tierschützer zeigen sich entsetzt, auch in den sozialen Netzwerken machen User rund um den Kontinent ihrem Ärger Luft.

Normale Praktiken

Auf Nachfrage des heimischen TV-Senders „SVT“ erklärte Zoodirektor Bo Kjellson im schwedischen Borås: „Sie wurden zu groß und haben nicht mehr hineingepasst“ Außerdem sagte er: „Man kann sie nicht alle behalten.“ Er wolle kein Geheimnis daraus machen, wie man in dem Zoo arbeite. Die Tötung von Tieren sei ganz normales „Populationsmanagement“. Vorab versuchte man, die Löwenbabys an andere Tierparks zu verkaufen. Allerdings habe sich woanders ebenfalls kein Platz gefunden. Das bedeutete das Aus für Potter und Weasley, Simba, Nala, Sarabi, Kiara, Kovu, Rafiki und Banzai.

Europaweite Tötungen

Die Tötungen in Schweden sind allerdings keine Einzelfälle. In ganz Europa werden regelmäßig gesunde Tiere in Tierparks getötet, nachdem der Versuch scheitert, sie an andere Zoos bzw. Privatpersonen zu verkaufen. Vor vier Jahren erregte ein Fall aus Dänemark besondere Aufmerksamkeit. Dort wurde eine gesunde Giraffe getötet und anschließend vor den Zoobesuchern verfüttert. In Bern wurde ein Bärenbaby eingeschläfert. Peter Höffken von der Tierschutzorganisation „PETA“ erklärt: „Gerade die Schweizer Zoos haben eine lange Tradition von Tötungen gesunder Tierbabys.“

Foto: ©Facebook/Zoo Borås

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