Super süß und super zahm: Diese Füchse sind Haustiere

Tapsige Pfötchen, flauschiges Fell und schwarze Knopfaugen: Füchse sind nicht nur niedlich, sondern vor allem kleine Raubtiere. Aber nicht diese Vierbeiner aus Sibirien. Dort hat es ein Forschungsteam geschafft, handzahme Füchse zu züchten, die man sogar als Haustiere halten kann.

Wenn es um Haustiere geht, setzen die meisten Menschen noch immer auf Hund und Katze. Was aber, wenn plötzlich ein kleiner Fuchs durch das heimische Wohnzimmer springt?

Die Idee zur Züchtung hatte Lee Dugaktin. Er ist Professor an der University of Louisville und Autor des Buches „How To Tame A Fox (And Built A Dog). Auf Deutsch: „Wie man einen Fuchs zähmt (und einen Hund baut)“. Darin beschreibt der Evolutionsbiologe, wie er und sein Forschungsteam es geschafft haben, innerhalb von sechs Jahrzehnten aus wilden Füchsen handzahme Hautiere zu machen.

Bereits in den 50er Jahren begannen russische Forscher sich die Frage zu stellen, wie Menschen es geschafft haben, den Wolf zu zähmen und ihn schließlich zum Hund zu machen. Das gleiche Prinzip wollten sie auf den Fuchs übertragen. Sie züchteten also Schwarzsilberfüchse, eine dunkle Variante des Rothaarfuchses, und gewöhnten die Tiere Stück für Stück an den Menschen. Für die Fortpflanzung wählten sie nur die besonders zutraulichen Tiere aus und mit jeder der 57 Generationen wurden die Vierbeiniger noch zutraulicher. Doch nicht nur ihr Verhalten änderte sich, die Zucht hatte auch auf das Aussehen einen Einfluss. So bekamen die Füchse Schlappohren und buschigere Schwänze.

Dugaktin sieht das Evolutionsexperiment als gelungen. In einem Interview erklärte er:

Du hast die Tiere nur fünf Sekunden auf deinem Arm und sie lecken dir die Nase und legen ihren Kopf auf deine Schulter.

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