Hautpflege-Hype: Asiatische Beautyprodukte

Faltenfreier, reiner und ebenmäßiger Porzellan-Teint: Asiatinnen wissen, wie Frau ihre Haut richtig pflegt und überschwemmen Europa mit feinsten Beautytrends wie BB-Cream, Cushion-Foundation oder Sheetmasken. Wir verraten, was wir vom „K-Beauty“-Hype und den Schönheiten aus Fernost lernen können.

IT-Technik, Software, Automobile, Maschinenbau: Asien steht für zukunftweisende Innovationen, die die Welt erobern. Ein neuer Industriezweig aus Übersee erfährt seit ca. zwei Jahren besondere Aufmerksamkeit – die Beautybranche. Der Hype um japanische und koreanische Pflegeprodukte und Kosmetika ist jetzt auch in Deutschland angekommen. Zum Beispiel gibt es in München den tollen Store „Miin Cosmetics“, der sich auf koreanische Beautylabels spezialisiert hat. Auch der Onlineshop „ShishiChérie“ bringt uns die Pflege aus Fernost nach Hause.

Doch was ist an der Pflege aus Asien so besonders, so neu und anders? Um das zu erklären, müssen wir uns die Kultur von der Japanerinnen und der Koreanerinnen genau ansehen. Die Schönheitsideale dieser Frauen sind ganz anders als in Europa. So möchten die Beautynistas stets weiße Haut haben und schützen sich mit Sonnenschirmen vor der Sonne. In die Körper-/Gesichtspflege investieren sie enorm viel Geld und Zeit.

Schichtarbeit

Viele junge und moderne Asiatinnen benutzen nicht nur Tagescreme oder Nachtcreme, sondern haben zig Tuben und Tiegel im Schrank, um ihr tägliches Pflegeritual zu zelebrieren. Das Ziel ist „Glas Skin“ – eine klare, gut durchfeuchtete, makellose Haut. Wie das gelingt? Durch „Layering“, was bedeutet: Mehrere Pflegeprodukte werden nach einer gründlichen Gesichtsreinigung am Morgen und am Abend übereinander aufgetragen. Die Schichtarbeit beginnt Morgens mit Serum, Öl, Creme, Thermalspray, CC-Foundation, Sonnenschutz und Primer.

Am Abend gibt’s statt Foundation & Co. gerne eine Gesichtsrasur. Das sogenannte „Dermaplaning“ ist sehr einfach und für jedermann leicht durchzuführen. Einfach mit dem Rasierer auf der feuchten Gesichtshaut die feinen Härchen und den Flaum entfernen – so kann die Haut Pflegestoffe besser aufnehmen.

Maskenbildner

Wer sich gründlich pflegen möchte, macht „Multimasking“. Der Beautytrend aus Asien ist für die Hautpflege sehr effektiv. Wie es funktioniert? Auf trockene Gesichtspartien eine reichhaltige Maske auftragen, bei fettiger T-Tone eine entfettende Maske aufpinseln. Zu kompliziert? Für alle, die es eilig haben, sind Tuchmasken ideal oder die regenerierende Overnight-Maske.

Schneckenschleim vs. Schafsplazenta

Es muss also nicht die Maske aus Schneckenschleim sein, die vor einigen Monaten Schlagzeilen in der Beauytwelt mache und auch nicht der Schafsplazenta-Extrakt! Weniger skuril sind zum Beispiel Produkte aus fermentierten Pflanzen. Fermentation ist die Umwandlung von organischem Material durch Mikroorganismen und deren Enzyme. Das funktioniert mit und ohne Sauerstoff. Wir kennen „Fermentierung“ hierzulande unter dem Begriff „Gären“ – wie z. B. beim klassischen Sauerkraut, wobei das Gären nur ohne Sauerstoff funktioniert. Wichtig für Euch Beauty-Fans ist, dass fermentierten Inhaltsstoffen eine besonders hohe Konzentration und intensive Wirkung nachgesagt wird. Das Prinzip der Fermentierung verfolgt u. a. das koreanische Label Whamisa. Die Pflegeprodukte basieren nicht auf Wasser, sondern auf einem Wirkstoff-Cocktail aus verschiedenen fermentierten Pflanzen.

Lebendiges Schutzschild

Auf dem Vormarsch sind auch pro-biotische Pflegemittel für die Haut. Noch ist es eine Nische, aber die koreanische Beautyindustrie tüftelt auf Hochtouren an aktiven Mikro-Organismen, die wir u.a. aus Molke und Joghurt kennen. Probiotika sind effektive Inhaltsstoffe für die Pflege: Die lebenden Mikroben sollen sich an unsere Hautzellen anknüpfen und so ein Schutzschild gegen Zellzerstörer (Umweltgifte, Bakterien) bilden. Das Ergebnis: Die Haut sieht länger frisch und jung aus. Eines der bekanntesten Labels, dass mit Probiotika arbeitet, ist das Luxuslabel Laneige – gibt’s bei „ShiShi Chérie„.

Wer jetzt Lust hat, K-Beauty daheim zu testen: Hier sind unsere Favoriten. Yoi tsuitachi!

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