Australischer Straßen­künstler begeistert das Netz mit seiner Guerilla-Kunst

Außergewöhnliche Straßenkunst, die zum Nachdenken anregt.

Michael Pederson ist Straßenkünstler und lebt in Australien. Dort ist er bereits eine kleine Berühmtheit. Mittlerweile ist er allerdings auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt, denn Michaels Kunst ist nicht einfach nur hübsch anzusehen, sie regt den Betrachter zum Nachdenken an.

Grün in Grau

So stellt er beispielsweise ein Schild vor einer kleinen Pflanze auf, die zwischen zwei Betonplatten hervorschaut. „Alive for 42 hours“ – seit 42 Stunden am Leben. Vor einem einzelnen Löwenzahn stellt er eine Absperrung auf und schreibt dazu: „Please do not touch“ – bitte nicht anfassen.

Der Betrachter wird mit seinen Gedanken allein gelassen. Die Interpretation der Aufnahmen, die teilweise eine bedrückende Stimmung auslösen, lässt er völlig frei. Klar ist, Michael rückt die zunehmende Betonisierung in den Städten in den Vordergrund und weist mit den kleinen Hinweisschilder auf Tatsachen hin. Ob er den Zustand gut heißt oder nicht, das lässt sich lediglich erahnen.

Kalt, karg, kühl

Besonders eindrucksvoll rückt er die Stille und Kälte der Stadt in den Fokus. Betrachtet man die Aufnahme einer kahlen Hauswand, nimmt man zunächst nur ein Gefühl von Gewohnheit war. Durch Michaels Installation einer Langweiligkeits-Skala für dieses Areal wird der Betrachter humorvoll auf karge Straßenzüge und leere Hauswände aufmerksam gemacht. Ebenso sind Straßen, die abrupt im Nichts enden und minimale grüne „Inseln“ inmitten von Gehwegen Thema seiner Installationen.

Was wir aus Michael Pedersons Straßenkunst lernen können? Aufmerksamer unsere Umwelt betrachten, sie liebevoller gestalten und so ein harmonisches Miteinander schaffen.

Michaels Instagram-Account: instagram.com/miguelmarquezoutside/

Titelbild: ©iStock

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