So gestaltet ihr euer Bullet Journal 2019

Zeitmanagement ist nicht euer Ding? Kein Problem, ein Bullet Journal ist die Lösung!

Auf dem Schreibtisch stapeln sich die Notizblätter. Kleine Klebeblättchen fliegen durch die Gegend, heften sich an alles Erdenkliche, bis man sie nie wieder findet. Im Radio läuft dieser eine Song, den ihr nie wieder vergessen möchtet. Und dann gab es diesen einen Tag, der euer Leben verändert hat. Alles schreibt ihr irgendwo auf, versucht es euch zu merken. Der Termin beim Zahnarzt, das kleine Konzert dieser unbekannten Band und wann habt ihr das letzte Mal eigentlich den Kühlschrank gesäubert? Alles hat seinen Platz, ihr wisst nur nicht mehr welchen. Schluss damit! 2019 wird euer Jahr.

Ihr werdet euer Leben aufräumen, euch organisieren und nichts mehr vergessen. Der Schlüssel zum Glück lautet Bullet Journal! Ein kleines, persönliches Notizbuch, das all eure Termine, Gedanken, Wünsche, Ideen, Ängste …. bündelt und an einem Ort aufbewahrt. Klingt gut, oder? Los geht’s! Wir zeigen euch, wie ihr in nur wenigen Schritten euer ganz persönliches Bullet Journal für 2019 anlegt.

Wer hat’s erfunden?

Diese geniale Idee der Alltagsstrukturierung stammt vom New Yorker Ryder Carroll. Er selbst leidet an einer Lernschwäche und die zahlreichen Apps, die auf dem Markt sind, überfordern ihn ebenso wie sie ihn ablenken. Daher versuchte er ein System für sich zu entwickeln, mit dem er seine Termine, aber auch seine Gedanken sinnvoll ordnen konnte.

Ein Bullet Journal bringt allerdings nicht nur Struktur in euren Alltag, es kann euch darüberhinaus helfen, das Bewusstsein für die wichtigen Dinge zu schärfen und den Lebensstil nachhaltig zu optimieren.

Das wird benötigt

Alles, was ihr für dein Bullet Journal benötigt, sind ein Notizbuch, ein Stift und ein Lineal. Viele setzen bei der Wahl des geeigneten Notizbuches auf die A5-Ausgabe der „Leuchtturm-Bücher„, daher sind diese meistens schnell ausverkauft. Die Hauptsache ist allerdings, dass es euch gefällt und klein-gepunktete Seiten hat. Dadurch wird das Ziehen der Linien und die Organisation auf den einzelnen Seiten erleichtert. Hast ihr alles besorgt, kann das Bullet Journaling 2019 auch schon losgehen.

Aller Anfang ist schwer: Die Grundlagen

Die ersten beiden Seiten des Bullet Journals sind für den Index reserviert. Hier notiert ihr untereinander, was auf welchen Seiten zu finden ist. Anschließend folgt eine Zukunftsübersicht. Hier werden alle Ziele zusammengefasst, die ihr euch für das kommende Jahr gesetzt habt. Auf der nächsten Doppelseite könnt ihr eine eigene Jahresübersicht gestalten und dann folgt schon die Monatsübersicht. Euren Ideen sind keine Grenzen gesetzt. An dieser Stelle tragt ihr all eure Termine und Vorhaben für den gesamten Monat ein. Setzt vor jeden Gedanken einen Punkt – die sogenannten Bullets.

Anschließend werden diese auf die folgenden Wochen- (optional) und Tagesübersichten eingetragen. An dieser Stelle kannst du deine Gedanken beginnen zu ordnen und zu kategorisieren. Aufgaben werden mit einem Punkt versehen, Ereignisse mit einem Kreis und Notizen mit einem Strich. Ist eine Aufgabe besonders wichtig, dann kennzeichne sie mit einem Stern. Selbstverständlich steht es dir jeder Zeit offen, wie du dein Bullet Journal gestaltest.

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Volle Kraft voraus: Reviews & Zukunftsübersicht

Sind die Tage und Monate erledigt, legt ihr den Übersichten entsprechend immer wieder neu an. Bevor die Seiten nun mit neuen Aufgaben gefüllt werden, schlagt erst einmal zurück und widmet euch den vergangenen Tagen. Alle erledigten Aufgaben werden im Bullet Journal mit einem X gekennzeichnet und alle nicht erledigten Aufgaben werden nach ihrer Wichtigkeit beurteilt. Ihr solltet euch fragen, ob es sich noch lohnt diese zu erfüllen oder ob ihr sie wegstreichen könnt.

Ist eine Aufgabe ihre Zeit noch wert, dann kennzeichnet sie mit einem Pfeil nach rechts und übertragt sie in den kommenden Monat. Ist eine Aufgabe erst in ein paar Monaten zu erledigen, dann markiert den Eintrag mit einem Pfeil nach links und schreibt ihn in die zugehörige Zukunftsübersicht. Dadurch bleibt ihr produktiv und schärft den Blick für das Wesentliche im Alltag.

Für kreative Köpfe: Platz für eigene Ideen

Die übrigen Seiten eure Bullet Journals werden mit euren eigenen Ideen gefüllt. ihr könnt beispielsweise eine Seite anlegen, die ihr für Karnevals-Kostüme bereit haltet, oder für Restaurants, die ihr noch besuchen möchtet oder für Orte, die ihr noch bereisen wollt. Vielleicht habt ihr schon immer eine Löffel-Liste geplant, die alle Ideen und Wünsche beinhaltet, die ihr noch erleben möchtet, bevor ihr den Löffel abgebt.

Oder auch eine „Wann habe ich zuletzt“-Übersicht, die euch auf einem Blick präsentiert, wann ihr das letzte Mal die Betten gewechselt habt oder den Kühlschrank gesäubert habt. Seid kreativ oder lasst euch einfach von unseren Bullet-Journal-Ideen inspirieren:

  • Orte, die ich besuchen will
  • Länder, die ich bereisen möchte
  • Filme, die ich sehen muss
  • Lieblingsrestaurants
  • Lieblingsgerichte
  • Party-Spiele
  • Song-Zeilen / Zitate
  • Wunschzettel
  • Happy-Liste
  • Wann habe ich zuletzt…?
  • Dinge, die ich bereut habe
  • Löffel-Liste
  • Mein Jahr in Pixel

Welche Stifte eignen sich am besten?

Um lästiges Durchdrücken zu vermeiden, solltet ihr euch beim Kauf eines Bullet Journals sogleich eine Handvoll ordentlicher Stifte besorgen. Kugelschreiber sind eigentlich eine gute Wahl, denn sie drücken garantiert nicht durch. Allerdings sieht die Schrift weder schön noch ansprechend aus. Setzt daher lieber auf Fineliner. Es gibt zahlreiche Modelle, die nicht durchdrücken. Außerdem könnt ihr zwischen vielen verschiedenen Farben und Breiten wählen und somit euer Bullet Journal noch ansprechender gestalten.

Alles im allem: Denkt daran, dass das Bullet Journal euer täglicher Begleiter sein soll. Das bedeutet, dass ihr auch die Stifte jeden Tag mehrmals in den Händen halten werden. Sie sind das wichtigste Zubehör. Achtet also nicht nur auf die Qualität der Farbe und der Spitze, sondern auch auf die des Stiftes selbst. Er sollte gut in der Hand liegen, keine schmerzhaften Abdrücke auf den Fingern hinterlassen und langlebig sein.

bullet journal ideen
Das Anlegen und gewissenhafte Pflegen eines Bullet Journals schärft nicht nur den Blick auf dein Leben, es steht außerdem für dich und deine "Me-Time". ©iStock

Ein Bullet Journal legt sich nicht von selbst an und es ist auch keine Aufgabe, die ihr morgens mal eben in der Bahn erledigt. Ihr sollt euch mit euren Vorhaben und eurem Alltag beschäftigen, ein Gespür für Zeit und Priorität bekommen. Nach nur wenigen Wochen werdet ihr feststellen, ob diese Art der Strukturierung etwas für euch ist oder nicht.

Sicher ist, ihr werdet mehr Zeit mit eurem Notizbuch und euch selbst verbringen. Der Blick auf das Smartphone wird seltener, ebenso wie in die virtuellen Kalender. Vor allem durch das Schreiben mit der Hand, verinnerlicht ihr eure Termine und vergesst weniger. Eigentlich nur vorteilhaft, oder?

Momentan erlebt das Bullet Journaling einen großen Hype in den sozialen Medien, daher kannst du vorab einen Blick bei Instagram und Pinterest riskieren und dir die besten Ideen zu eigen machen.

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