REGINA HALMICH IM KAMPF GEGEN TIERLEID

Regina Halmich und die internationale Tierschutzstiftung Vier Pfoten mahnen zum Verzicht auf Daunen-Bettwäsche aus tierquälerischer Produktion.

Weltweit leiden Millionen von Gänsen und Enten in Großzuchtbetrieben schlimmste Qualen. Ihre Daunen sollen Winterjacken, Bettdecken und Schlafsäcke kuschelig warm machen. Doch die Tiere werden oft lebendig gerupft, viele werden außerdem für Stopfleber brutal gemästet. Gemeinsam mit der 12-fachen Ex-Boxweltmeisterin im Fliegengewicht Regina Halmich macht die Tierschutzorganisation Vier Pfoten darauf aufmerksam.

Rund 90 Prozent der gewonnenen Daune wird für die Produktion von Kopfkissen und Bettdecken verwendet, oft ohne Nachweis woher die Daune stammt oder gar wie es dem Tier ergangen ist, dem sie einst gehörte. Der Organisation Vier Pfoten ist die Ausbeutung von Gänsen und Enten seit Jahren ein wichtiges Anliegen und deshalb freut man sich nun über die prominente Unterstützung durch Regina Halmich. „Ich finde es dermaßen brutal, was Gänse und Enten durchmachen müssen, dass ich dafür kaum Worte finde. Das ist eine Qual, die einfach so grausam ist, dass man diese öffentlich machen muss“, erklärt Regina Halmich. Dr. Martina Stephany, Direktorin im Bereich Nutztiere & Ernährung bei Vier Pfoten ergänzt: „Bei Produkten wie Jacken, Schlafsäcken und Bettdecken, die Daunen enthalten, gibt es nur selten eine Rückverfolgbarkeit der Daunen, da diese auf verschiedenen Farmen im Laufe der Produktionskette oft vermischt werden. Unsere Forderung: Die Bettenindustrie muss endlich Verantwortung für das Leben der Gänse übernehmen und Lebendrupf und Stopfmast ausschließen. Strenge Kontrollen von der Elterntierfarm bis zum Schlachthof sind elementar, um sichere Aussagen über die Herkunft der Daune zu machen."

Seit 2014 gibt es zwei unabhängige Kontrollsysteme, die Transparenz schaffen sollen. Die Daunenverarbeiter müssen ihre Lieferkette offenlegen. Unabhängige Kontrolleure prüfen sämtliche Produktionsschritte vom Zuchtbetrieb bis zum Endprodukt. Diese Systeme werden bisher aber nur von einigen Herstellern der Outdoor-Industrie genutzt. Die Bettwaren-Industrie, die durch ihre Größe weit mehr Daunen abnimmt, implementiert bisher keine vollständige Rückverfolgbarkeit.

Wer sich zu Weihnachten also ein neues Kopfkissen oder Ähnliches mit Daunenfüllung leisten möchte, sollte zumindest beim Hersteller nachfragen und auf die Kennzeichnungen der Waren achten. Im Zweifelsfall, rät Vier Pfoten: 'lieber zu synthetischen Alternativen, statt zu Daune zu greifen'.

Regina Halmich kämpft gegen das Tierleid ©Gettyimages
geschrieben am 26.11.2015
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